Mag. Oliver Pohl
Herausgeber
Willkommen bei fiesta!

Sehr geehrte Leserin, geschätzter Leser!

Wenn Sie „fiesta - für menschen, die sich was trauen..." in Ihren Händen halten, werden Sie sich sicherlich fragen, ob es bei der Fülle an bereits bestehenden Medien noch ein weiteres am Markt braucht, das um Akzeptanz bei Lesern und Werbewirtschaft zu buhlen versucht. Wer soll denn heute noch die Zeit finden, das Angebot überschauen, geschweige denn lesen zu können? Lassen Sie mich dazu drei Überlegungen anstellen, die uns dazu geführt haben, die verlegerische Herausforderung anzunehmen und jetzt sechs Mal pro Jahr eine journalistisch unabhängige fiesta mit einer Auflage von 35.000 Stück zu veranstalten.

1. „fiesta - für menschen, die sich was trauen..." soll die grundsätzlich positive Einstellung der Blattlinie zum Ausdruck bringen. Das machen wir an Geschichten über Menschen fest, die sich in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen - egal ob beruflich oder privat - dazu entschlossen haben, etwas zu unternehmen und deshalb durch ihre Leistung ein Vorbild für andere sein können. Das müssen nicht die ganz großen Erfolge sein, die von allen beklatscht werden. Vieles blüht im Verborgenen und hatte vielleicht bisher - aus welchen Gründen auch immer - nicht die Chance, publiziert zu werden. Dafür wollen wir eine Bühne bieten. Nicht unqualifiziert und Effekt haschend, sondern abwägend und mit Qualitätsanspruch an das Medium, in dem wir ab jetzt darüber berichten.

Daraus ergibt sich beinahe zwangsläufig, dass wir uns an Menschen richten, die Lebenserfahrung mitbringen. Sich etwas trauen, hat nichts damit zu tun, Herausforderungen anzunehmen, die man in ihren Chancen und Gefahren nicht beurteilen kann und deshalb blind vertrauend in Angriff nimmt. Mehr Respekt und Anerkennung hat verdient, wer die richtigen Entscheidungen trifft, indem er Vor- und Nachteile abwägt und dann das im Leben immer verbleibende Restrisiko bewusst auf sich nimmt, um etwas Positives zu erreichen. Unter diesem Blickwinkel definieren wir uns als Generationen-Magazin, das gerne auch Jüngere zur Hand nehmen sollen, wenn sie etwas mehr über die Eltern- oder Großelterngeneration erfahren wollen.

2. fiesta bezeichnet, in unserem Sinn verstanden, nicht nur das im Schlagerhit von Rex Gildo besungene mexikanische Fest, zu dem das bekannte Hossa, Hossa, Hossa gehört. Eine fiesta kann letztlich jedes Treffen mit Freunden und Bekannten oder auch das Kennenlernen von fremden Menschen sein, wenn man sich mit ihnen gut unterhält. Ob ein Gespräch als gut bewertet wird, hat viel damit zu tun, ob man von seinem Gegenüber Informationen erhält, die unbekannt waren oder in einen neuen Zusammenhang gestellt werden und die Lust fördern, sich damit weiter auseinanderzusetzen. An Themen, über die man sich austauschen oder diskutieren kann, mangelt es nicht. So ist auch fiesta in seiner Magazinstruktur und dem gebotenen Inhalt als Einladung zu verstehen, sich gut zu unterhalten und eine breite Palette an Information angeboten zu bekommen, die beim Lesen einen persönlichen Gewinn abwerfen. So wie bei einem guten Gespräch.

3. fiesta soll sich schließlich mittelfristig zu einer - wie es neudeutsch heißt - interaktiven Plattform entwickeln, über die ein vielfältiges Programm und Service geboten wird. Darüber werden wir Sie in den kommenden Ausgaben informieren.
Warum fiesta jetzt aus der Taufe gehoben wird, hat auch einen verlagsinternen Grund: WIA - Wirtschaft im Alpenraum feiert heuer ihr 10-jähriges Jubiläum. Vor zehn Jahren wurde mir erklärt, der Markt ist überbesetzt. Heute ist WIA das führende Wirtschaftsmagazin in Westösterreich und in der Europaregion Tirol. Es würde uns freuen, wenn wir das mit fiesta auch in der Zielgruppe 49 plus werden.

Mag. Oliver Pohl, Herausgeber & Chefredakteur

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